Bienenstand

Frühlingserwachen 2012

Alle Völker, selbst ein "Sorgenkind", sind prächtig über den Winter gekommen. Noch gibt es kaum Nektar zu finden, die Völker sind also noch nicht ganz "über den Berg". Aber dennoch kann man soweit mehr als zufrieden sein; den Bienen geht es gut, und nun harren wir der Dinge, die da kommen.

Bienen aus dem Exil geholt

Nachdem die Bienen den Winter auf einer anderen Wiese überdauern mussten, haben wir sie letzen Samstag (5. März) wieder zurück an den eigentlichen Standort gebracht.

Aber der Reihe nach…

Unser Hauptbienenstand grenzt an einen Bach. Letztes Jahr überraschte uns die Gemeinde mit dem Hinweis, dass die Bienen zu nahe am Bach stünden und mindestens 10m Abstand zur Böschung halten müssten. Außerdem erfuhren wir, dass an diesem Bach umfangreiche Arbeiten (mehrere Wochen wurden veranschlagt) durchgeführt werden müssten, hauptsächlich aus Gründen des Hochwasserschutzes. Da zumindest letzteres durchaus nachvollziehbar ist, mussten wir in einer Hau-Ruck Aktion (es war übrigens am Tag der Arbeit) die Bienen an einen anderen Standort verbringen, damit sie durch die Arbeiten mit schwerem Gerät in der Winterruhe nicht gestört würden.

Diese Bacharbeiten wurden, nach witterungsbedingter Verzögerung, vor einigen Wochen beendet. Also haben wir die Völker wie gesagt letzten Samstag wieder zurück geholt. Dabei haben wir natürlich den Bienenstand vorschriftsmäßig hinreichend weit vom Bach entfernt (siehe §68b Wassergesetz Baden-Württemberg) aufgestellt, um weiteren Konflikten mit dem Gesetz aus dem Wege zu gehen.

Den Völkern hat das Ganze übrigens nicht geschadet.

Winter 09/10 gut überstanden

Eine sehr erfreuliche Frühjahrsnachschau war das. Alle Völker haben den Winter überstanden. Eine Verlustrate von 0% kann sich sehen lassen. Selbst ein äußerst schwaches Volk, das im Zuge eines Imkerkurses durch einen spät erstellten und vom Pech verfolgten Sammelbrutableger gebildet wurde, hat den Winter überstanden und scheint dabei eher noch gewachsen zu sein. Es ist immer wieder erstaunlich, wie diese Insekten auch dem kältesten Winter trotzen.

Nun wird sich zeigen, wie sich der Frühling entwickelt. Bisher stehen die Zeichen für eine reiche Blütenhonigernte wie im Jahr zuvor nicht sonderlich gut. Der März war bisher zu kalt, als dass die Völker hätten in Brut gehen und wachsen können. Kommt der Frühling nun mit Macht, und alles blüht schnell und gleichzeitig (wie 2009), dann können die Völker mangels Stärke dieses Blütenangebot nicht nutzen.

Aber noch haben wir erst Mitte März, und wir freuen uns erst mal über das Ende (hoffentlich!) des langen Winters. Die Bienen nehmen es gelassen, eben so wie es kommt. Das sollten wir auch tun, und vielleicht mal einfach am Flugloch das Kommen und Gehen beobachten, und nicht so viel nachdenken.

Der Frühling naht

In den letzten zwei Tagen gab es schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf den nahenden Frühling. An den Völkern war ein reger Flugverkehr zu beobachten. Es wurde buchstäblich Toilette gemacht und sofort mit dem Arbeiten sprich Pollen sammeln begonnen.

Als Pollenspender kommt um diese Jahreszeit hauptsächlich die Hasel in Betracht. Leider habe ich nur einen etwas unscharfen Schnappschuss gemacht.

Winterimpression

Bienenstand im WinterDer Winter will einfach nicht locker lassen. Das Foto entstand zwar schon im Dezember, aber zur Zeit (Mitte Februar) schauts wieder genau so aus.

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