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72581 Dettingen
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Alle Völker, selbst ein "Sorgenkind", sind prächtig über den Winter gekommen. Noch gibt es kaum Nektar zu finden, die Völker sind also noch nicht ganz "über den Berg". Aber dennoch kann man soweit mehr als zufrieden sein; den Bienen geht es gut, und nun harren wir der Dinge, die da kommen.
Schon seit einiger Zeit bieten wir auch die Sommertracht 2011 an. Hier war die Ernte zwar nicht ergiebig wie im Frühjahr, aber wichtig ist, dass die Bienen genug hatten. Über den - nicht ganz so üppigen - Überschuss haben wir uns natürlich gefreut. Man muss schon aufpassen, dass man den Immen genug Honig lässt. Allzuschnell sind die Vorräte im trachtarmen Sommer aufgebraucht...
Die ersten Gläser der Frühjahrstracht 2011 wurden abgefüllt und stehen ab sofort bereit zum Verkauf. Der Honig ist auch dieses Jahr von bester Qualität und schmeckt sehr aromatisch. Wie immer handelt es sich ausschließlich um Honig aus dem Ermstal - ein regionales Produkt, das keine weiten Transportwege hinter sich hat.
Schauen Sie bei Interesse einfach bei uns vorbei. Wenn Sie Fragen zu unserem Honig oder unserer Imkerei haben, können Sie gerne über das Forumar Kontakt zu uns aufnehmen, oder Sie rufen uns einfach an.
Am Samstag konnten wir bereits den ersten Honig in diesem Jahr ernten. Wow! Und dabei haben wir gerade mal Anfang Mai! Bleibt zu hoffen, dass die Bienen nach diesem Frühling dann im Sommer nicht Hunger leiden müssen, weil das meiste schon verblüht ist. Jedenfalls haben wir nur absolut "reifen" Honig geerntet und in den Bienenvölkern noch eine ganze Menge belassen.
Es dauert noch einige Zeit bis der Honig bei uns zu haben ist. Schließlich will er noch sorgfältig gerührt werden, damit er schön cremig wird. Erst dann wird er in Gläser abgefüllt.
Derweil können wir noch besten Lindenhonig aus der Sommerernte 2010 anbieten. Dieser ist hat eine leicht herbe Note und ist ein köstlicher Kontrast zum Frühjahrs-Honig.
P.S.: Wer wirklich "heiß" auf den Frühjahrshonig ist und ihn noch in seinem dickflüssigen Zustand genießen will, kann sich gerne an uns wenden. In dem Fall füllen wir den Honig gerne schon vorab in Gläser ab. Aber Obacht: Wenn er dann auskristallisiert (und das tut früher oder später jeder Honig) dann wird er nicht so schön cremig sondern eher grob kristallin - weil er nicht zum richtigen Zeitpunkt gerührt werden konnte.
Heute haben wir einen Bienenbaum gepflanzt. Eigentlich handelt es sich um eine Samthaarige Stinkesche (Tetradium danielii / Euodia hupehensis) — das klingt aber nicht ganz so gut ;).
Der Bienenbaum ist für die Bienen eine sehr wertvolle Trachtquelle, da er erst recht spät im Jahr (etwa Juni bis August) blüht, wenn ansonsten für die Bienen nicht mehr viel zu holen ist. Die Bäume sind auch äußerst spendabel: Man sagt dass bereits der Nektar dreier Blüten den Honigmagen einer Biene füllt. Daher soll es in den Bäumen während deren Blütezeit nur so summen und brummen.
Teilweise werden die Bäume sogar auf Kinderspielplätzen gepflanzt. Das klingt erst wie ein Widerspruch. Tatsächlich ist es aber so dass der Bienenbaum die Insekten geradezu magisch anzieht. Somit summts im Baum und der Rasen ist bienenfrei.
Wir sind gespannt wann der Bienenbaum zum ersten mal blüht — das könnte noch ein paar Jahre dauern.
Nachdem die Bienen den Winter auf einer anderen Wiese überdauern mussten, haben wir sie letzen Samstag (5. März) wieder zurück an den eigentlichen Standort gebracht.
Aber der Reihe nach…
Unser Hauptbienenstand grenzt an einen Bach. Letztes Jahr überraschte uns die Gemeinde mit dem Hinweis, dass die Bienen zu nahe am Bach stünden und mindestens 10m Abstand zur Böschung halten müssten. Außerdem erfuhren wir, dass an diesem Bach umfangreiche Arbeiten (mehrere Wochen wurden veranschlagt) durchgeführt werden müssten, hauptsächlich aus Gründen des Hochwasserschutzes. Da zumindest letzteres durchaus nachvollziehbar ist, mussten wir in einer Hau-Ruck Aktion (es war übrigens am Tag der Arbeit) die Bienen an einen anderen Standort verbringen, damit sie durch die Arbeiten mit schwerem Gerät in der Winterruhe nicht gestört würden.
Diese Bacharbeiten wurden, nach witterungsbedingter Verzögerung, vor einigen Wochen beendet. Also haben wir die Völker wie gesagt letzten Samstag wieder zurück geholt. Dabei haben wir natürlich den Bienenstand vorschriftsmäßig hinreichend weit vom Bach entfernt (siehe §68b Wassergesetz Baden-Württemberg) aufgestellt, um weiteren Konflikten mit dem Gesetz aus dem Wege zu gehen.
Den Völkern hat das Ganze übrigens nicht geschadet.
Sowohl quantitativ als auch qualitativ ist unsere 2. Honigernte in diesem Jahr bestens ausgefallen. Ende Juli haben wir den Honig unseren Bienenvölkern entnommen und nach guter imkerlicher Praxis verarbeitet. Hier die wesentlichen Arbeitsschritte, damit Sie den Werdegang unseres Honigs vom Bienenstock zum Honigglas ersehen können. Wir haben also…
Wie man sieht ist die Honigernte mit viel Arbeit verbunden, aber die Mühe hat sich gelohnt. Sie können den Honig („Lindenhonig“) ab sofort von uns beziehen (siehe Verkauf).
Das Wetter hat es im Frühling 2010 nicht wesentlich besser mit uns gemeint als 2009, dennoch konnten unsere fleißigen Bienen einigen Überschuss an Honig erzeugen. Die ersten Gläser mit dem feinen, cremigen Honig, der übrigens zu 100% aus dem Ermstal stammt, sind bereits abgefüllt und Sie können diesen nun bei uns (Adresse siehe linker Bereich) kaufen – so lange Vorrat reicht.
Der Landesverband Württembergischer Imker e.V. führt eine Unterschriftenaktion für ein endgültiges Verbot der Neonicotinoide durch . Ausdrücklich dürfen/sollen sich auch Nicht-Imker an der Aktion beteiligen.
Zur Erinnerung: Den Neonicotinoiden wie Clothianidin haben wir das Bienensterben im Rheintal 2008 zu verdanken. Hier geht es zur Unterschriftenaktion, die noch bis zum 15.05.2010 läuft.
Eine sehr erfreuliche Frühjahrsnachschau war das. Alle Völker haben den Winter überstanden. Eine Verlustrate von 0% kann sich sehen lassen. Selbst ein äußerst schwaches Volk, das im Zuge eines Imkerkurses durch einen spät erstellten und vom Pech verfolgten Sammelbrutableger gebildet wurde, hat den Winter überstanden und scheint dabei eher noch gewachsen zu sein. Es ist immer wieder erstaunlich, wie diese Insekten auch dem kältesten Winter trotzen.
Nun wird sich zeigen, wie sich der Frühling entwickelt. Bisher stehen die Zeichen für eine reiche Blütenhonigernte wie im Jahr zuvor nicht sonderlich gut. Der März war bisher zu kalt, als dass die Völker hätten in Brut gehen und wachsen können. Kommt der Frühling nun mit Macht, und alles blüht schnell und gleichzeitig (wie 2009), dann können die Völker mangels Stärke dieses Blütenangebot nicht nutzen.
Aber noch haben wir erst Mitte März, und wir freuen uns erst mal über das Ende (hoffentlich!) des langen Winters. Die Bienen nehmen es gelassen, eben so wie es kommt. Das sollten wir auch tun, und vielleicht mal einfach am Flugloch das Kommen und Gehen beobachten, und nicht so viel nachdenken.