Sie sind hier

Der Gitterboden

Der fertige GitterbodenMeinen ersten Gitterboden habe ich nach der Anleitung aus Dr. Gerhard Liebigs Buch Einfach imkern gebaut, welche sich etwas vom Hohenheimer Bauplan unterscheidet. Im Folgenden beschreibe ich jedoch den Zusammenbau nach dem Bauplan der Hohenheimer Einfachbeute.

Die Buch-Variante setzt mit den Stirn- und Seitenteilen plan auf dem Boden auf, was mir für das Holz weniger langlebig erscheint als die Hohenheimer Variante, wo nur die Stirnseiten, also die schmäleren Seiten, Kontakt mit dem Erdboden bzw. dem Gestell, worauf Sie die Beuten stellen wollen, haben. Dieser Aufbau ist ein wenig komplizierter, zumindest besteht der Gitterboden aus mehr Einzelteilen, aber da sogar ich den Aufbau hinbekommen habe, sollte das jeder andere auch schaffen. ;-)

Hinweis: Die im Folgenden in Klammern angegebenen Ziffern beziehen sich auf den Bauplan von der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim (siehe hier).

Material für den Zusammenbau

  • Oberfräse mit Nutenfräser (5mm) und Kantenfräser
  • Holzleim (wasserfest)
  • Holzbohrer, 4mm
  • 14 Schrauben (Spax o.ä.), Größe 4,5x60mm
  • (Elektro-)Tacker mit Klammern, für Varroagitter
  • Nägel für die Aufstellleisten (7) und für die Schubladenleisten (5) + (6)
  • Zwei Schraubzwingen

Anleitung

Nach dem Zurechtsägen der Holzleisten fräst man die Nuten und Federn ein, wie im Bauplan angedeutet. Doch Vorsicht, bei den Nuten darf man nicht dieselbe Abstandseinstellung an der Oberfräse verwenden wie bei den Zargen. Hier beim Gitterboden müssen die Leisten (1) und (3) plan mit den Enden der Seitenteile (2) abschließen. Ich habe das beim ersten Mal falsch gemacht, als ich vor dem Gitterboden die Zargen gebaut hatte und einfach die Einstellungen an der Oberfräse übernommen hatte. Also durfte ich nachfräsen und die dadurch zu breiten Nuten wieder mit Holzkit reparieren.

Beim Verleimen der Teile ist unbedingt auf Rechtwinkligkeit zu achten, was aber durch die Nut und Federverbindungen vereinfacht wird. Man braucht bloß die Winkel "zurechtrücken". Durch zwei Schraubzwingen presst man dann für mindestens eine halbe Stunde die Teile (2) an (1) und (3).

Noch ein Wort zur Leiste (1): In der ersten "Serie" von Gitterböden habe ich mich an die Bauanleitung gehalten und die Leiste 35mm hoch gemacht. Dies resultiert dann in einer Fluglochhöhe von 2,5cm. Ich finde aber, das ist ein bisschen viel. Ich werde die Leiste (1) nun 40mm hoch machen.

Anschließend nagelt oder klammert man das Varroagitter auf die Leiste (4). Diese wird auf den bereits zusammengeleimten Rahmen (lediglich) aufgelegt, so dass die Leiste das Flugloch abschließt. Das Varroagitter kann man nun an den Leisten (2) befestigen.

Ist das Varroagitter befestigt, kann man die schmalen Leisten (5) an die Leiste (4) anlegen und mit je 2-3 Nägeln fixieren.

Nun kann man vorne eine (!) Leiste (7) aufleimen, daran anschließend die beiden Leisten (6) (mit je zwei Nägeln fixieren) und hinten ebenfalls eine (!) Leiste (7). Außerdem werden die Leisten (5) noch auf die Leisten (6) geleimt und verschraubt. Warum vorne und hinten nur eine Leiste (7)? Nun, würde man gleich beide aufleimen, so bräuchte man doch sehr lange Schrauben, um eine sichere Verbindung mit dem oberen Rahmen herstellen zu können. Ich mache es so, dass ich jetzt diese Schrauben (vorne zwei, hinten zwei) eindrehe und in den Leisten versenke. Wichtig: Es ist darauf zu achten, dass diese Schrauben nicht die Eckverschraubungen des Rahmens behindern.

Zu guter letzt leimt und nagelt man die beiden verbleibenden Leisten (7) vorne und hinten noch auf die bereits verschraubten Leisten (7). Die Ecken des Rahmens verschraubt man nun noch vorne wegen dem Flugloch mit je einer und hinten mit je zwei Schrauben.

Fertig ist der Gitterboden, welcher nun noch mit Leinölfirnis oder einem anderen bienenungefährlichen Holzschutz angestrichen werden kann.